Schneller Umzug notwendig, nachdem die Saal in Landsham umgebaut wird
Lange Jahre Stabilisierung bei ca. 20 – 25 Teilnehmern, seit einigen Jahren absteigende Tendenz Richtung 10 -20 Teilnehmer
Anno 2010 vs. 2025
Microfiche im Archiv mit oft langer Anfahrt (2010)
täglich 5 Euro für 2 Pfarreien, jede weitere 1,50 Euro
2012: Bistum Passau geht online
2012: Archion mit den ersten evangelischen Kirchenbüchern geht online
(meist kostenloser) Online-Zugang zu allen Archiven (2025)
Staatliche Archive: Mehr und Mehr Digitalisate online (z. b. Briefprotokolle Pfleggericht Erding)
Die Zukunft – gibt es uns in 15 Jahren noch?
Rückläufige Besucherzahlen
„One-Man“-Show
Mögliche Gründe
Erfolg des Internets
„Überalterung“ des Hobbies?
„Corona“?
Fehlende Außenwirkung?
Ausbau der Online-Aktivitäten hin zu gemeinsamen Datenbanken?
Nochmals Anfängerkurs im Herbst 2025
Geplantes Programm bis Anfang 2026
Voraussichtlich „Stammtisch“ ohne Beamer und ohne Nebenzimmer
Die Geschichte unserer Gemeinschaft: Von der Archiv-Suche zum digitalen Zeitalter
Die Vorgründungsphase
Alles begann nicht mit einem offiziellen Plan, sondern mit einer zufälligen Begegnung und einer Prise Humor. Im Erzbischöflichen Archiv in München trafen Johann Ritzer, Katharina Bogner und Anton Huber aufeinander. Die scherzhafte Frage „Wer hat denn diese Pfarrei geklaut?“ war der Eisbrecher, der den Grundstein für unsere heutige Gemeinschaft legte.
Es folgten erste Treffen, um Daten auszutauschen und sich gegenseitig zu unterstützen. Als schließlich Hans-Joachim Lang dazustieß, festigte sich eine Idee: Wir brauchen regelmäßige Treffen mit Gleichgesinnten, um das gebündelte Wissen der regionalen Ahnenforschung zu nutzen.
Der Startschuss fiel Ende Februar 2010 – und die Resonanz war überwältigend. Rund 60 Teilnehmer fanden sich zusammen. Unter ihnen waren nicht nur viele Anfänger, die gerade erst ihre Leidenschaft für die Familiengeschichte entdeckten, sondern auch zahlreiche Heimatforscher, die über die Kontakte zu den Gemeinden motiviert wurden.
Die ersten Jahre in Landsham
In den darauffolgenden Jahren etablierte sich ein Rhythmus: Alle zwei Monate trafen wir uns in Landsham. Das Interesse blieb groß, oft besuchten bis zu 50 Teilnehmer unsere Abende.
Doch wie so oft in der Vereinsgeschichte gab es Herausforderungen mit der Lokalität. Im Jahr 2013 begannen wir, Alternativen zu prüfen. Stationen wie der Forsthof in Anzing oder der Steimeier in Markt Schwaben kamen in die engere Auswahl, während wir nach einer dauerhaften Lösung suchten.
Neue Heimat in der „Poinger Einkehr“
Da der Saal in Landsham umgebaut wurde, war ein schneller Umzug unumgänglich. Wir fanden schließlich in der „Poinger Einkehr“ eine neue Heimat. Über viele Jahre stabilisierte sich die Teilnehmerzahl bei etwa 20 bis 25 Personen. In der jüngeren Vergangenheit spüren wir jedoch einen Wandel: Die Tendenz ist leicht rückläufig und bewegt sich aktuell zwischen 10 und 20 Teilnehmern pro Treffen.
Anno 2010 vs. 2025: Der digitale Wandel
Digitalisierung der katholischen Kirchenbücher (Stand: Anfang 2025)
Die Welt der Genealogie hat sich in den letzten 15 Jahren radikal verändert.
Damals (2010): Die Forschung bedeutete oft eine weite Anfahrt ins Archiv, um vor Ort Microfiches zu sichten. Das war zeitaufwendig und kostenintensiv (z. B. 5 Euro Tagesgebühr für nur zwei Pfarreien).
Der Umbruch (2012): Ein Meilenstein war das Online-Gehen des Bistums Passau sowie der Start von Archion mit den ersten evangelischen Kirchenbüchern.
Heute (2025): Wir genießen den meist kostenlosen Online-Zugang zu fast allen relevanten Archiven. Auch staatliche Archive ziehen nach – so sind beispielsweise die Briefprotokolle des Pfleggerichts Erding mittlerweile digital verfügbar.
Die Zukunft – Wo stehen wir in 15 Jahren?
Wir blicken auf eine erfolgreiche Zeit zurück, stellen uns aber auch ehrlich den Herausforderungen der Zukunft. Die Besucherzahlen sind rückläufig, und vieles lastet momentan auf wenigen Schultern („One-Man-Show“).
Woran liegt das?
Der enorme Erfolg des Internets macht den persönlichen Austausch im Gasthaus für viele scheinbar weniger notwendig.
Wir kämpfen mit einer gewissen „Überalterung“ des Hobbies und den Nachwirkungen der Corona-Zeit.
Vielleicht fehlt es uns aktuell noch an der nötigen Außenwirkung, um neue Zielgruppen zu erreichen.
Wie geht es weiter? Wir planen, unsere Online-Aktivitäten auszubauen und verstärkt an gemeinsamen Datenbanken zu arbeiten. Ein neuer Anfängerkurs soll frischen Wind bringen, und das Programm steht bereits fest bis Anfang 2026.
Zukünftig wird der Charakter unserer Treffen vermutlich wieder mehr in Richtung eines klassischen „Stammtisches“ gehen – unkompliziert, ohne Beamer und festes Programm, dafür mit umso mehr Raum für den persönlichen Austausch unter Gleichgesinnten. Die Tür bleibt offen für alle, die die Faszination der Ahnenforschung teilen.